Es ist so. Es ist ein Problem. Wer ist der andere? Das fragt man sich ja nicht nur am Frühstückstisch. Das fragt man sich auch beim Avatar, mit dem man grad so nett chattet. Oder über ein biz redet. Oder noch was ganz anderes macht. Wer ist der andere?
Geübte virtuelle Reisende kennen die Lösung, die übrigens immer einen Versuch wert ist, jederzeit, im Zwischenmenschlichen: Zuhören. Aber sich nicht bequatschen lassen. (Das ist, nebenbei, auch bei RPGs immer gut, hätte ich gestern besser zugehört, hätte ich mir von dem alten Druiden nicht 500 Orens abquatschen lassen für etwas, was ich auch so hätte lösen können. Wer Witcher spielt, den Bewahrer-Quest kennt, weiß, was ich meine.)
Ist der andere gar ein bot? Das könnte ja noch verstörender sein als gender-swapping, alles kompliziert. Verstrickungen der Mensch-Maschinen-Beziehung sind schon endlos rauf und runter geschrieben und gefimlt worden, spontane Assoziationen: Terminator, Blade Runner und Fellinis Casanova.
Was ist nun also von so etwas zu halten:
Instead of asking users to evaluate whether an unseen party in a conversation is human or not based on responses, he’s interested in asking whether a seen party appears human. In other words, to pass the test, we shouldn’t be able to visually distinguish between the virtual world and the real.
‘He’ ist Michael McGuigan und der Auszug gehört in einen Artikel auf Virtual Worls News, die das auch wieder abgeschrieben haben von New Scientist.
Was jetzt? Wird die Framerate in Zukunft unser Schicksal sein? Was ist, wenn wir nicht mehr erkenen können, nicht einmal mehr ein bisschen, ob unser Gegenüber virtuell oder real ist? Wer ist der andere. Ich muss nachdenken.